Schwammerlzeit!

Donnerstag, 28. August 2014



Wer suchet, der findet (nicht immer).  Ich bin ja eine begeisterte Pilzesucherin. Allerdings eine lausige Pilzefinderin. Ich habe gehört, dass heuer ein Pilzjahr ist. Anscheinend. Kürzlich, in einem Wald (welcher, wird natürlich nicht verraten- sonst werden die wenigen essbaren Pilze die dort wachsen noch von anderen geerntet) irgendwo in Tirol: bewaffnet mit Pilzmesser, Sackerl und Handy (Pilzefinder-App) haben wir den Wald systematisch nach Eierschwammerl und Steinpilzen abgesucht. Die nüchterne Netto-Ausbeute nach 2 Stunden: 89 g Eierschwammerl und ein Steinpilz.

Also ein Schwammerlgulasch geht sich ohne den Zukauf von litauischen Pilzen nicht aus. Da keine Eierschwammerl aus Litauen gekauft werden, müssen wir eben mit dem arbeiten, was wir haben.

So ein Gröstel  ist ja was ziemlich leckeres- und mit frischen Eierschwammerl: DOPPELT LECKER (es hätten allerdings etwas mehr sein können).

P.S.: das mit dem „Pilzefinder-App“ war geschwindelt ;-) aber wer weiß…vermutlich gibt´s das ja wirklich schon?


Zutaten für 2 Portionen:
500 g "speckige"/festkochende Kartoffeln (am Vortag in der Schale gekocht)
1 Zwiebel, in Würfel geschnitten
50 g Speckwürfel
200 - 250 g Eierschwammerl geputzt (wenn man hat- bei mir waren es nur 89 g)
1 EL gehackte Petersilie
etwas Butter
Salz und Pfeffer
2 Bio-Eier (Zimmertemperatur)


Zubereitung:
Die gekochten Kartoffeln schälen und blättrig schneiden.
Backofen auf 150°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, 2 Mulden einer Muffinform mit Backpapier auskleiden (damit die zarten Eihälften gut gebettet sind).
Wenig Butter in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze zerlassen. Zwiebel- und Speckwürfel darin unter Rühren anbraten. Kartoffelscheiben zugeben, die Hitze etwas erhöhen und goldbraun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Petersilie darüber streuen.
Die Eier trennen. Den Eidotter jeweils in eine Eihälfte gleiten lassen, in die vorbereitete Muffinform geben und auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten backen (nach 10 Minuten hat das Eigelb etwa die Konstistenz eines Spiegelei´s). Man kann natürlich auch das Eiweiß mitbacken- vorausgesetzt es hat in der Eihälfte Platz).
In einer 2. beschichteten Pfanne wenig Butter schmelzen und die Eierschwammerl unter Schwenken anbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Das Gröstel anrichten, die Eierschwammerl darüber verteilen, die Eierschalen "reinsetzen".

Die liebe Rebecca von BABY ROCK MY DAY feiert ihren 2. Blog-Geburtstag! ALLES GUTE :-) !

Zu diesem Anlass hat sie ein schönes Event unter dem Motto " Mein Sommer Liebling" organisiert.
Mein "Spätsommer Liebling" ist definitiv dieses rustikale Gröstel!

Mama´s Bauernbrot mit Brotgewürz von "Sonnentor"

Sonntag, 24. August 2014



Mittlerweile bin ich in einem Alter, wo mich die Rezepte meiner Kindheit und meiner Heimat interessieren. Als Jugendliche war halt Pasta und Pizza viel cooler als die selbstgemachten Köstlichkeiten meiner Mama. Heute allerdings weiß ich die Hausmannskost viel mehr zu schätzen und möchte auch unbedingt wissen, wie man tratitionelle Tiroler Kost wie "aussazochene Nudeln", "Zilltertaler Krapfen" oder "Kloanidä" macht.


Das wichtigste allerdings war mir das Brot backen. Kurz vor meinem Urlaub bin ich von meiner Mama in Jaggl´s Brotback-Geheimnisse eingweiht worden- was gar nicht so leicht war, weil: es gibt nicht wirklich ein Rezept. Alles "aus dem Handgelenk" geschüttelt.



Vom Waldviertler Kräuterhandel  Sonnentor wurde mir dieses Brotgewürz mit besten Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau zur Verfügung gestellt. Kümmel, Fenchel und Koriander grob gemahlen geben dem Bauernbrot eine wundervolle Note.
Ich darf euch heute schon ein kleine Geheimnis verraten: Mein Blog feiert bald sein 2-jähriges Bestehen und da gibts auch einen tollen Preis von Sonnentor zu gewinnen :-)

Zutaten für 2 Laib Brot:
500 g Weizenbrotmehl (Typ 1600)
500 g Roggenmehl
1 Packung frischen Germ/Hefe
1 TL Zucker
ca. 200 ml + 400 ml lauwarmes Wasser
3 TL Salz
1/8 l Naturjoghurt (Zimmertemperatur)


Zubereitung:
Die beiden Mehlsorten in einer großen Schüssel miteinander vermischen. In der Mitte eine Mulde machen, 200 ml lauwarmes Wasser vorsichtig in die Mulde gießen, den Germ und den Zucker darin auflösen. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und etwa 10 - 15 Minuten gehen lassen.
Nun über den Mehlrand Salz und das Brotgewürz geben und mit dem Kochlöffel unterrühren. Joghurt zugeben, nach und nach das  lauwarme Wasser (400 ml) unterrühren (bitte erst mal nicht das ganze Wasser zugeben, sondern erst die Konstistenz prüfen) und dann mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten (ca. 10 Minuten).
Den Teig in eine Schüssel geben, mit Mehl bestäuben und abgedeckt an einem warmen Ort (Zugluft vermeiden) ca. eine Stunde gehen lassen.

Den Backofen auf 220°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, und auf den Backofen-Boden eine feuerfeste Form mit kaltem Wasser stellen.

Den Teig nochmal durchkneten, in 2 gleich große Portionen teilen, zu Laiben formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit einem Geschirrtuch abdecken und ca. 15 Minuten gehen lassen. Nach der Gehzeit die Brotlaibe mit warmen Wasser bepinseln und kreuzweise einscheiden (nicht zu tief) und ins Backrohr schieben (mittlere Schiene) und ca. 55 - 60 Minuten backen.
Nach 10 - 15 Minuten Backzeit die Temperatur auf 190°C zurückdrehen. 10 Minuten vor Backzeit-Ende die Brotoberfläche nochmals mit warmen Wasser bestreichen.
Kontrolle, ob das Brot fertig gebacken ist: wenn man auf die Unterseite klopft, sollte das Klopfen "hohl" klingen.

Am Besten schmeckt das Brot ganz frisch, mit Butter bestrichen und Schnittlauchröllchen bestreut.



Gastbeitrag von Kochshooting: Müsliriegel

Montag, 11. August 2014

Während ich mich schön langsam auf den Weg in ein mir noch unbekanntes Land mache, werde ich hier von meinen lieben Blogger-Freunden Kathrin und Wolfgang bestens vertreten.
Kathrin und Wolfgang kenne ich schon sehr lange. Mal für ein paar Jährchen aus den Augen verloren, haben sich unsere Wege in der virtuellen Welt wieder gekreuzt und nun treffen wir uns in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu gemeinsamen Flohmarktbesuchen, Koch-Back- und Fotografier-Aktionen (siehe hier, und hier) und tauschen uns über die TOP-Speiselokale in unserer Gegend aus (vielleicht sollten wir mal eine Rubrik mit unseren Favoriten von Innsbruck bis Kufstein machen??).

Ich find´s jedenfalls total schön, dass wir uns auf diesem Wege wieder getroffen haben!

Vermutlich werdet ihr jetzt nicht drauf kommen, wohin meine Reise geht....ich geb euch ein paar Schlagworte: "kanelbullar", "köttbullar" und "knäckebröd"  na?!?!? Jedenfalls freue ich mich schon riesig und werde bestimmt viele kulinarische Eindrücke mitbringen.

Huch - wir sind ganz aus dem Häuschen! Auch uns - Kathrin und Wolfgang vom Blog KOCHSHOOTING - hat die liebe Renate gebeten, einen Gastpost zu schreiben. Dieser Bitte kommen wir natürlich liebend gern nach! 

Wenn man schon mal die Möglichkeit hat, einen Gastpost schreiben zu dürfen - macht man sich natürlich so allerhand Gedanken darüber, was man machen könnte. Irgendwas Gutes für Leib und Seele sollte es auf jeden Fall sein! Nachdem die Renate ja ein sehr sportliches Mädel ist, denke ich mal, dass selbstgemachte Müsliriegel genau das richtige für sie sind!
Zutaten für ca. 15 Stück
25 g Kürbiskerne
60 g Cashewnüsse
100 g getrocknete Marillen 
80 g Haferflocken
35 g Kokosflocken 
2 EL Bienenhonig
150 g Sonnenblumenkerne
60 g Rosinen
(wer die nicht mag kann Cranberries verwenden)
75 g Leinsamen
100 ml  Zitronensaft (alternativ Orangensaft)
2 Eiweiß
1 Prise Salz
Zubereitung: 
Backrohr auf  150 ° (Ober- Unterhitze) vorheizen
Kürbiskerne, Cashewnüsse und die getrockneten Marillen fein hacken/schneiden. Die gehackten Kerne/Nüsse sowie die Marillen mit Haferflocken, Honig, Sonnenblumenkernen, Kokosflocken, Leinsamen, Rosinen sowie einer Prise Salz gut vermischen.
Zitronensaft darübergeben und umrühren. Eiweiß leicht anschlagen und gut mit der Masse vermischen. Teig möglichst gleichmäßig - in einer mit Backpapier ausgekleideten Form (ca. 20 x 30 cm) verteilen und ca. 30 Minuten backen - danach die Masse gut abkühlen lassen und in Stücke schneiden.
Wer mag kann noch Schokolade schmelzen und die Müsliriegel damit verzieren.

Hier findet ihr nochmal die Links zu meinen letzten Gastbeiträgen:




 
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