Moosbeer-Marmelade

Sonntag, 23. Juli 2017


Letzten Sonntag hat mich meine gute, alte (im Sinne von langjährig) Freundin Petzi mit einem Kübel voller selbst gepflückter Moosbeeren überrascht. Halleluja! Das ist wie Ostern und Weihnachten. Und Geburtstag. Ich bilde mir ein, dass die Moosbeeren aus dem Wald viiieeel besser schmecken als die Kulturheidelbeeren. Um von diesem puren, vollen, guten Geschmack möglichst lange was zu haben, kocht man am Besten Marmelade ein.

Am Liebsten streiche ich die Moosbeer-Marmelade auf ein frisches Stück Brioche. Ich mags auch total gerne, einen Klecks Marmelade ins Natur-Joghurt zu rühren....mmmhhh....aber ich bin ja mit meinem Selbsteingekochten recht sparsam- damit ich das ganze Jahr über auskomme.

Ich hoffe ich schaffe es dieses Jahr selber nochmal, einen Kübel voll herrlicher Moosbeeren zu ernten. Das "Riffeln" der Beeren ist ja an sich eine recht meditative Angelegenheit....wenn nur das Ausklauben (Übersetzung: "mit den Fingern mühsam auslesen") nicht wäre....


Zutaten:
1 kg Moosbeeren, gesäubert
1 Säckchen Gelierhilfe 3 : 1
350 g Demerara Rohrohrzucker 
2 cl Gin (ersatzweise Rum)


Zubereitung:
Die Moosbeeren zerkleinern (entweder mit dem Pürierstab, Thermomix oder ähnlichem).
In einem genügend großen Kochgeschirr die zerkleinerten Früchte mit der Gelierhilfe vermischen und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Den Zucker einrühren, nochmals sprudelnd aufkochen, weitere 3 - 5 Minuten unter Rühren weiter kochen lassen. In der letzten Minute Gin zugeben.
Die Marmelade heiß in saubere Gläser füllen, verschließen und ca. für 5 Minuten auf den Deckel stellen.
Ergibt je nach Größe vom Glas 3 - 4 Portionen.

Brioche-Wecken

Samstag, 8. Juli 2017


Eine größere Frühstücksfreude gibt es kaum: warmes, watteweiches Brioche mit Butter und Marmelade bestrichen. Ich muss mich dann selber immer einbremsen, damit ich nicht den halben Wecken alleine weg futtere....es sollten ja schließlich alle glücklich werden.

Ich habe den Brioche-Wecken mittlerweile mehrmals gebacken. Das schönste Kompliment kam von meiner französischen Arbeitskollegen: "das schmeckt wie in Frankreich"!!

Wie Brioche in Frankreich wirklich schmeckt, erfahre ich in 3 Wochen. Denn heuer geht unser Urlaub in die Bretagne :-)

Selbst am nächsten Tag ist das Brioche noch weich. Falls dann noch was übrig ist, am übernächsten Tag nur kurz in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmen- dann schmeckts fast wie frisch gebacken.

Viel Spaß beim Ausprobieren!



Zutaten (für eine Kastenform 10 x 30 cm):
600 g glattes Weizenmehl (Typ 700 oder Typ 550)
1 TL Salz (ca. 7g)
1/8 l Rahm/Sahne
1/8 l Wasser
90 g Kristallzucker
1/2 Pck. Germ/Hefe
60 g weiche Butter
1 großes Ei, Zimmertemperatur

Außerdem:
1 Dotter mit einem Schlückchen Milch oder Sahne verquirlt
Hagelzucker zum Bestreuen


Zubereitung:
Mehl und Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben und verrühren.
Rahm, Milch und Zucker auf 37°C erwärmen, Germ/Hefe hineinbröseln und auflösen. Diese Mischung mit der weichen Butter und dem Ei zum Mehl geben, und mit der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Ich habe den Teig dann noch kurz mit den Händen durchgeknetet (das gehört bei mir einfach dazu).
Die Teigkugel in eine bemehlte Schüssel geben, eine wenig Mehl drüber stauben, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen (Zugluft vermeiden).

Inzwischen eine Kastenform mit Backpapier auslegen.

Nach der Gehzeit den Teig gut durchkneten und in 4 gleich große Stücke teilen. Diese jeweils einzeln nochmal kneten, und zu Kugeln formen. Die Teigkugeln hintereinander in die Kastenform schichten. Nun die Oberfläche mit einem scharfen Messer mittig ein paar Millimeter tief einschneiden. Die Form mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken, und den Teig weitere 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Nach der Gehzeit die Oberfläche vom Brioche-Wecken mit dem verquirlten Dotter bestreichen, nach Belieben mit Hagelzucker bestreuen. Auf der untersten Schiene ca. 40 Minuten backen.

Da mein Backrohr niedriger ist als Standard-Backöfen, musste ich das Brioche nach ca. 25 Minuten mit Alufolie abdecken.

Brioche mitsamt dem Backpapier aus der Form heben, und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.


Basilikum-Limetten-Mayo

Sonntag, 25. Juni 2017


Mein grüner Daumen ist leider etwas verkümmert. Ich bin zwar stets hochmotiviert, Grünes zu hegen und zu pflegen....aber oftmals überleben das meine Pflanzen/Kräuter nicht.

Dieses Jahr scheint der Gartengott mit mir zu sein. Dort draußen auf der Terrasse wuchern meine Kräuter, dass ich gar nicht mehr weiß wohin mit diesem grünen Segen.

Heute fange ich mal mit dem Basilikum an. Tomate/Mozzarella/Basilikum gibts jetzt eh oft, wenns draußen so heiß ist. Nudeln mit Tomatensoße und frischem Basilikum ist auch ein evergreen in meiner Küche. Nun habe ich Mayonnaise mit Basilikum ausprobiert. Ich finde den Geschmack wunderbar! Vor allem durch den Limettensaft wirds herrlich frisch und sommerlich.

Wer fürchtet sich vorm rohen Ei? Also, ich nicht. Ich kaufe meine Eier entweder bei uns im Bauernladen, oder bekomme welche vom Hof meiner Arbeitskollegin Andrea.

Bei meiner Recherche über Mayonnaise bin ich über eine Zubereitungsmethode gestolpert, die ich ausprobiert habe. Die Eier werden hierbei 1 Minute gekocht, und dann gleich in kaltem Wasser abgeschreckt. Das hat mir an sich gut gefallen. Man kann die Eier anschließend gut trennen.

Ob das reicht, Salmonellen den Garaus zu machen, weiß ich leider nicht. Achtet darauf, dass ihr frische Eier in Bio-Qualität verwendet.


Zutaten:
2 Eidotter von frischen Bio-Eiern
4 - 5 EL Limettensaft
1/2 TL Salz
1 Prise Zucker
2 TL Dijon-Senf
250 ml Olivenöl
25 g frische Basilikumblätter
100 g Sauerrahm


Zubereitung:
In einem hohen Mixbecher der Reihe nach Eigelb, Limettensaft, Salz, Zucker, Senf und zuletzt das Olivenöl geben. Den Stabmixer in das Gefäß stellen. Den Mixer einschalten, und nun LANGSAM von unten nach oben ziehen, bis die Masse gebunden ist. Die Basilikumblätter zugeben und fein aufmixen. Stabmixer entfernen, den Sauerrahm unterrühren, abschmecken und wenn notwendig, noch etwas nachwürzen.

Falls ihr euch nicht traut, die Mayo mit dem Stabmixer zu machen empfehle ich folgende Methode:
Eigelb mit Limettensaft, Salz, Zucker und Senf mit dem Schneebesen verrühren. Nun das Olivenöl erst tröpfchenweise, dann in einem dünnen Strahl UNTER RÜHREN zugeben. Basilikumblätter zugeben und mit dem Stabmixer fein aufmixen. Sauerrahm unterrühren, abschmecken und wenn notwendig, noch etwas nachwürzen.

Was ich noch ausprobiert habe: den Basilikum mit dem Messer fein schneiden und zugeben. Das hat mich geschmacklich aber nicht so sehr überzeugt wie die Variante mit dem Stabmixer.

Verwendung: zum Grillen, für Sandwiches, zum Dippen für z.B. Parmesan-Erdäpfelspalten
Anmerkung: diese Rezeptmenge reicht für eine Grillparty. Für den kleinen Haushalt die Zutaten halbieren.

Mayonnaise im Kühlschrank aufbewahren. Gutes Gelingen!


 
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